Kherson: Human Safari – ein Film, der unter die Haut geht
Cherson ist eine Stadt unter Dauerbeschuss – und zugleich ein Ort unglaublicher Stärke. Der Dokumentarfilm Kherson: Human Safari erzählt von Menschen, die trotz Invasion, Besatzung und Drohnenangriffen bleiben und ihr Leben immer wieder neu aufbauen. Ein Film, den ich allen besonders ans Herz lege, weil er zeigt, was der russische Krieg für die Menschen in der Ukraine bedeutet.
Ich kenne Zarina Zabrisky – die Regisseurin – von den Reisen in die Ukraine mit „Ermstal hilft“. Jedes Mal, wenn wir in der Ukraine sind, treffen wir sie. Sie lebt und arbeitet weiterhin in Cherson – einer der gefährlichsten Städte des Landes. Zarina berichtet nicht aus sicherer Entfernung, sondern mitten aus dem Alltag des Krieges – mit großer Klarheit, Empathie und tiefem Respekt für die Menschen, deren Geschichten sie erzählt.
Kherson: Human Safari ist ihr Film. Gedreht während des russischen Angriffskriegs, ausschließlich mit Originalaufnahmen und Interviews. Der Film zeigt, wie dort Zivilist:innen von Drohnen gejagt werden und wie sie zusammenhalten. Er erzählt von Angst und Verlust, aber auch von Widerstand, Würde und dem beharrlichen Wunsch nach einem normalen Leben im Ausnahmezustand.
Dieser Film ist kein schneller Nachrichtenbeitrag. Er ist ein bewegendes Zeugnis menschlicher Resilienz – und ein eindringlicher Appell, nicht wegzuschauen.
Es gibt noch zwei Vorführungen, zu denen ich sehr herzlich einlade:
– Montag, 29. Dezember, 20:15 Uhr, Luna Filmtheater, Metzingen
– Freitag, 2. Januar 2026, 20:15 Uhr, Forum 22, Bad Urach
Bei beiden Vorstellungen werden wir – einige von Ermstal hilft – vor Ort sein. Nach dem Film kommen wir gern ins Gespräch, teilen unsere Eindrücke aus der Ukraine und beantworten Fragen.
Ich wünsche mir, dass viele diesen Film sehen. Weil er denen eine Stimme gibt, die unter unvorstellbaren Bedingungen weiterleben, weiterhoffen und weiterkämpfen – Tag für Tag.





