Klimakatastrophen 2025: Unsere Lebensgrundlagen stehen auf dem Spiel

Das Thema steht für mich auch 2026 ganz oben auf der Agenda. Im letzten Jahr ist der Klimaschutz liegen geblieben. Die Merz-Regierung hat ihn vertagt und gegen kurzfristige wirtschaftliche Interessen ausgespielt. Doch 2025 hat unmissverständlich gezeigt: Die Erderhitzung zerstört bereits heute unsere Lebensgrundlagen und verursacht menschliches Leid durch Extremwetter, Ressourcenknappheit und wachsende soziale Ungleichheit.

Klimaschutz ist für mich eine zentrale Zukunftsfrage

Was gerade politisch passiert, ist hochriskant und ignoriert die Realität. Klimaschutz wird relativiert, verschoben und bewusst ausgebremst – und immer wieder als Belastung für Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit dargestellt. Das ist verantwortungslos. Denn ohne wirksamen Klimaschutz gibt es keine intakte Umwelt, keine zukunftsfähige Wirtschaft, keine stabilen Lieferketten, keine verlässlichen sozialen Sicherungssysteme und keine sicheren Arbeitsplätze. Wer Klimaschutz blockiert, verspielt unsere Zukunft – ökologisch, sozial und wirtschaftlich.

Die Fakten: Die Welt wird messbar gefährlicher

Diese Politik hat reale Folgen – und sie sind wissenschaftlich belegt. Der aktuelle Jahresbericht der World Weather Attribution (WWA) zeigt das mit erschreckender Klarheit. Die Wissenschaftler:innen untersuchten, in welchem Ausmaß der menschengemachte Klimawandel Extremwetterereignisse wahrscheinlicher und intensiver gemacht hat.

Allein im Jahr 2025 wurden weltweit 157 schwere Extremwetterereignisse gezählt: Überschwemmungen, Hitzewellen, Stürme, Waldbrände und Dürren – jeweils mit massiven Folgen für Menschen und ganze Regionen. Von 22 Ereignissen, die genauer analysiert wurden, waren 17 nachweislich durch die Erderhitzung wahrscheinlicher geworden.

Waldbrände als neue Normalität

Auch die Waldbrände zeigen, wie stark sich Risiken bereits verschoben haben. Die verheerenden Feuer rund um Los Angeles wurden durch den Klimawandel um 35 Prozent begünstigt. Die extremen Brände in Spanien und Portugal, die 2025 zum schlimmsten Waldbrandjahr Europas machten, wurden sogar um ein Vielfaches wahrscheinlicher – etwa 40-mal häufiger als in einer Welt ohne Erderhitzung.

Bei Waldbränden entscheidet nicht der Funke allein, sondern Hitze, Trockenheit und Wind. Genau diese Bedingungen verschärft der Klimawandel massiv.

Hitzewellen, die früher unvorstellbar waren

Besonders drastisch ist das Beispiel Südsudan. Die Hitzewelle dort wurde durch die Erderhitzung rund vier Grad heißer. Solche Ereignisse traten früher statistisch nur einmal in 1.600 Jahren auf. Heute treffen sie die Menschen bereits alle zwei Jahre – und könnten bald jedes Jahr auftreten.

Besonders gefährdet sind Frauen, weil sie häufig informell in der Landwirtschaft oder im Straßenverkauf arbeiten und der Hitze schutzlos ausgesetzt sind. Die Klimakrise verschärft damit soziale Ungleichheit und bestehende Ungerechtigkeiten.

Realität anerkennen. Verantwortung übernehmen.

Die Studienleiterin Friederike Otto vom Imperial College London sagt es unmissverständlich: Die Risiken des Klimawandels sind keine Theorie mehr, sondern brutale Realität. Diese zeigt sich weltweit in immer häufigeren und heftigeren Extremwetterereignissen. Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen zerstören Ökosysteme, bedrohen die Artenvielfalt und lassen den Meeresspiegel steigen. Gleichzeitig geraten immer mehr Menschen unter Druck – durch Nahrungsmittelknappheit, die Ausbreitung von Krankheiten und durch Klimaflucht.

Diese Realitäten müssen Konsequenzen haben. Klimaschutz gehört wieder ins Zentrum politischer Entscheidungen. Ihn weiter zu vertagen können wir uns nicht leisten – es geht um unsere Lebensgrundlagen. Ich hoffe, dass viele das erkennen, sich einmischen, Druck machen, Bündnisse schmieden und Klimaschutz wieder zu dem machen, was er ist: eine gemeinsame Verantwortung für unsere Zukunft. 🌱

Quelle: Erderhitzung macht Welt gefährlicher