Wer AfD wählt, wählt schlechtere Löhne – und schlechtere Arbeitsbedingungen

Die AfD inszeniert sich gern als Stimme der kleinen Leute. Doch wer genau hinschaut, sieht: Wenn es im Bundestag um bessere Löhne, mehr Schutz am Arbeitsplatz oder faire Regeln für Beschäftigte geht, steht die AfD auf der falschen Seite – und zwar konsequent.

Im Bundestag geht es nicht um Symbolik, sondern um Entscheidungen, die den Alltag von Millionen Menschen direkt verändern – am Arbeitsplatz, auf dem Lohnzettel, wenn es um Schutz vor Ausbeutung geht. Genau hier zeigt sich, wo eine Partei wirklich steht. Die AfD hat in entscheidenden Fragen nicht für bessere Arbeitsbedingungen gestimmt. Sie hat sich geweigert, klare Lohnerhöhungen zu unterstützen. Und sie hat dort Nein gesagt, wo es darum ging, Ausbeutung zu beenden.

Mindestlohn – AfD stimmte nicht für mehr Lohn

2022 beschloss der Bundestag: Der Mindestlohn steigt auf 12 Euro. Für acht Millionen Menschen war das eine echte Lohnerhöhung – vor allem für die, die am wenigsten verdienen: Reinigungskräfte, Lagerarbeiterinnen, Beschäftigte in Gastronomie, Pflege, Handel.

Die AfD hat nicht zugestimmt. Keine Unterstützung, für die Menschen, die jeden Tag viel leisten – bei miesem Lohn. Stattdessen kamen Warnungen: Die Erhöhung sei „ein Eingriff in den Markt“, würde Jobs kosten, zur Rezession führen. Die AfD erklärte den Mindestlohn zur Gefahr für die Wirtschaft – als wäre es ein Problem, wenn Menschen von ihrer Arbeit leben können.

Viele Worte. Viele Behauptungen. Aber keine Ahnung.
Denn was ist wirklich passiert? Die Prognosen der AfD waren falsch. Laut Mindestlohnkommission und Studien von ifo und IAB gab es keine negativen Beschäftigungseffekte. Im Gegenteil: Die Löhne stiegen deutlich – besonders für die, die vorher am wenigsten hatten. Die Kaufkraft wurde gestärkt. Die Wirtschaft lief weiter. Kein Zusammenbruch, keine Massenarbeitslosigkeit.

Fazit? Die AfD hatte keine Ahnung, aber viel Meinung. Die AfD hat sich gegen etwas ausgesprochen, das Millionen Menschen direkt geholfen hat. Und wieder einmal lag sie daneben – politisch, wirtschaftlich und moralisch.

Arbeitsschutzkontrollgesetz – AfD stimmte gegen das Ende der Ausbeutung

Die AfD stimmte gegen das Gesetz. Sie behauptete, strengere Regeln würden die Fleischbranche ins Ausland vertreiben. Menschenrechte? Arbeitsbedingungen? Spielten in ihrer Argumentation kaum eine Rolle. Stattdessen redete die AfD über den Standort und eine Branche, die angeblich ins Ausland abwandern würde – als wäre Ausbeutung ein tragbares Geschäftsmodell.

Dabei war längst klar, wie schlimm die Zustände waren: Werkverträge, Lohndumping, katastrophale Unterkünfte, null Kontrolle. Ich habe das früh und immer wieder kritisiert – und konkrete Regeln gegen dieses System gefordert.

2020 kam das Gesetz endlich. Seitdem dürfen Schlachtung und Zerlegung nicht mehr an Subunternehmer ausgelagert werden. Die Betriebe müssen ihre Leute selbst anstellen. Die AfD war dagegen – und lag, wie so oft, komplett daneben.

Denn was ist wirklich passiert? Die Branche ist geblieben. Die Arbeitsverhältnisse sind besser geworden. Fast alle früheren Beschäftigten mit Werkvertrag wurden übernommen. Eine WSI-Studie zeigt: Die schlimmsten Ausbeutungsformen sind zurückgegangen. Und: Fleischimporte sind nicht explodiert – sie liegen auf dem Niveau von 2010.

Fazit? Wieder hat die AfD dagegen gestimmt. Und hätte sie sich durchgesetzt, wäre alles so geblieben, wie es war – auf dem Rücken derjenigen, die am wenigsten Schutz haben.

Kritik an Politik ist nicht nur legitim – sie ist notwendig.

Ich weiß: Demokratie ist oft langsam und mühsam, manchmal enttäuschend. Entscheidungen brauchen Kompromisse, und nicht jede Entscheidung ist immer gut und gerecht. Und auch Politik macht Fehler. Aber wer wirklich etwas verändern will, braucht mehr als laute Parolen. Es braucht Haltung, Verantwortung – und den Mut, Dinge besser zu machen.

Gerade deshalb ist es so wichtig, genau hinzuschauen: Wer redet nur – und wer handelt im Interesse der Menschen?

Und was heißt das?

Diese Abstimmungen waren kein Zufall, kein Ausrutscher, kein Versehen. Es ist eine politische Linie. Eine, die den Profit schützt – nicht die Menschen. Eine, die lieber Unternehmerinteressen bedient als soziale Gerechtigkeit.

Wer das ignoriert und das Kreuz bei der AfD macht, wählt keine Alternative, sondern eine Politik gegen bessere Löhne, sichere Jobs und soziale Fairness.